"Die Intelligenz nimmt in dem Maße zu, wie der Mensch die Welt erkennt." (Empedokles)

Also wollen wir im Herbst weiter erkennen und haben den Rückweg von Finikounda nach Bremen im Herbst 2022 geplant und durchgeführt.

Die Gravel Bikes haben wird nach der Reise NACH Griechenland vor Ort belassen. Wir haben uns jedoch entschlossen die Räder im Herbst nach Deutschland, genauer nach Bremen, zu holen.

Also flogen wir von Bremen nach Kalamata und fuhren mit dem Taxi nach Finikounda. 

Finikounda ist ein kleines Fischerdorf im Südwesten der Peloponnes; in der Region Messenien gelegen.  Finikounda hat eine reichhaltige Auswahl an Tavernen, in denen die griechische Küche in allen Facetten genossen werden können. Die zahlreichen Fischerboote liefern stets Nachschub an frischen Meeresfrüchten. Die Umgebung ist hügelig und lädt zu Radtouren ein, das Meer ist bei Surfern beliebt.

Und schon konnte die Radtour nach Bremen beginnen. Diesmal fuhren wir nicht entlang der Küste, sondern quer durch die Peloponnes; wohlwissend, dass einige Berge im Wege stehen. Die Tour starteten wir in Lachanada bei Finikounda und wir fuhren an der Küste nördlich von Koroni über Longa nach Messini. Auf diese Weise konnten wir erste Bergetappen vermeiden. Wir passierten Koroni, eine kleine und individuelle Hafenstadt im Südwesten von Messenien. Prägende Sehenswürdigkeit ist die venezianische Festung mit einem schönen Panoramablick, einem langen Sandstrand (Zaga Beach) und die vielen kleine und schmale Gassen mit vielfältigem Kunsthandwerk. Ein kleiner Stopp in einer der zahlreichen Tavernen an der Hafenpromenade kann nur empfohlen werden, auch um Kraftreserven vor den anstehenden Etappen zu sammeln..

Von Messini ging es über die Hauptstraße weiter, aber schon bald konnten wir auf kleinere und interessantere Straßen wechseln. Die Landschaft ist hier reizvoller: Berge und Wälder. Unangenehm ist jedoch, wie fast überall auf der Peloponnes, dass wilde Hunde das unbeschwerte Radfahren zur Qual machen.

Vom sehr schönen Dorf Elliniko, das am Morgen im Nebel lag, ging es nach Stemnitsa und Dimitsana. Stemnitsa liegt auf rund 1.000m Höhe an den Hängen des Menalon-Gebirges und so haben wir einen grandiosen Blick über die arkadische Bergwelt und in die umliegenden Täler. Durch das Lousios-Tal kann man einem Abstecher in das Kloster Prodromou machen.  Anschließend radeln wir weiter in Richtung Dimitsana, einem weiteren kleinen Bergdorf mit traditioneller Architektur. Das Dorf, von üppigen Wäldern mit Kiefern, Eichen und Walnussbäumen umgeben, liegt an einem Hang des Mainalo Gebirges auf rund 1000 m Höhe oberhalb der Lousios Schlucht. 

Valtessiniko liegt bereits zentral in der Peloponnes und im Herbst hatten wir hier 6 Grad (!). Die Gegend ist menschenleer und wilde Hunde halten uns in Bewegung, so dass die Kälte bald weicht. Die Straßen werden schlechter, sind aber für Gravel Bikes gut befahrbar. 

Bei Kleitoria passieren wir die Baumgrenze und die Fahrt ist mit 15% Steigung verbunden. Schöne Landschaft, wären da nicht wieder die wilden Hunde, die wir mit Pfefferspray und Knüppel abwehren. Auch hier wird der Besuch eines der Klöster empfohlen, wie z.B. Mega Spilion. Das Kloster Mega Spileon, auch „Kloster der großen Höhle“ genannt, liegt etwa 10 km von Kalavryta entfernt. Eine schmale Straße schlängelt sich über zahleiche Kurven und Serpentinen hinauf zum Kloster, das in einer Höhe von 940 Metern an einer 190 Meter hohen senkrechten Felswand thront.

Kalavryta ist DAS Skigebiet auf der Peloponnes; zum Glück schneefrei. Entsprechend ist es am Morgen sehr kalt (3-4 Grad), aber nun geht es bergab an die Küste. Hier gibt es zwar keine steilen Abfahrten, aber eine Menge Gegenwind. 

Und so landen wir schließlich in Patras. Mit der Fähre geht es nach Venedig. Hier verbringen wir noch ein paar Tage und können Venedig intensiv besichtigen. Der Bus bringt dann uns und die Räder gut nach Bremen.

Fazit:

  1. Die Fahrt durch das Landesinnere der Peloponnes ist sehr reizvoll: Berge, Wälder, blühende Pflanzen im Herbst.
  2. Zum Radfahren kann es in der Peloponnes im Herbst empfindlich kalt werden, wenn man in den Bergen der Zentralpeloponnes unterwegs ist.
  3. Wilde Hunde sind zahlreich und diese sind auch angriffslustig. 
  4. Kulinarisch muss man sich auf eine fleischlastige Ernährung einstellen; vegetarische Bestandteile fehlen meist auf dem Teller.

 

 

Streckenverlauf 

Tagesetappen

Etappe     Distanz (km)     Höhe (m)     Tempo (km/h)     Streckenverlauf

1                     50,0                          200                 12,6                        Lachanada - Longa - Messini

2                     79,0                      1.200                 11,5                         Messini - Elliniko

3                     42,0                      1.020                   7,5                          Elliniko - Stemnitsa - Dimitsana - Valtessiniko

4                    37,0                          310                   8,4                           Valtessiniko - Kleitoria

5                    26,0                          720                   8,4                           Kleitoria - Kalavryta

6                    86,0                          830                 12,6                          Kalavryta - Rio

7                    10,0                            50                  12,0                         Rio - Patras

 


 

Kurzbeschreibung

Parameter                          Daten

Distanz (km)                         350 km

Tagesetappen                           7

Tempo (km/h)                      10,5 km/h

Höhenmeter (m)

 

"Dies und Das"

  • Wilde Hunde sind in verschiedenen Ländern ein Problem. Es gibt nicht „die“ Empfehlung für den Fall der Fälle. Wir mussten nur selten gegen die Hunde vorgehen. Hier hat sich eine kurze Nutzung von Pfefferspray bewährt; andernfalls wären wir gebissen worden. Laute Rufe oder Pfiffe hatten keinen Effekt. Beschleunigung ist nur teilweise erfolgreich, da Hunde bequem über 25km/h laufen können. 
  • Griechenland kennen wir aus zahlreichen Sommerurlauben. Im Herbst kann es in den Bergen kalt sein. Die Bekleidung in Zwiebeltechnik und Handschuhe sind sehr hilfreich.

Start in Lachanada nach Messini

Ab durch die Mitte der Peloponnes

Durch die Berge der Peloponnes

Durch das Skigebiet an die Küste

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