"Meglio tardi che mai."
"Besser spät als nie." Also führt die nächste Reise nach Sardinien.
Wir sind über die Schweiz nach Italien gereist. Entspanntes Reisen, wenn der späte Schnee, im April, unberücksichtigt bleibt. Lohnenswerter Zwischenstopp kann in Villafranca in Lunigiana gemacht werden, einem kleinen Dorf, das fast im Dornröschenschlaf ist. Auch Pisa liegt wieder auf der Strecke in den Süden. Diesmal wurde nicht nur das Ensemble rund um den schiefen Turm besichtigt, sondern auch die sehr sehenswerte Altstadt.
Anschließend ging es mit der Fähre von Livorno nach Olbia auf Sardinien. Hier haben wir die verschiedenen Radetappen im Mai 2024 mit den Gravel Bikes gestartet, indem wir die Insel im Uhrzeigersinn umrundet haben.
Erste Station war Cardedu. Hier starteten wir die erste Tour nach Torre di Bari (25,5km; 230 Höhenmeter). Auf dem Weg konnte der Weinanbau studiert werden; später die Weinprobe. Torre di Bari bei Barisardo ist markant geprägt durch einen Festungsturm an einem langen Sandstrand.
Am nächsten Tag wurden die bizarren Porphyrinfelsen bei Arbatax besucht (56km; 265m). Über unbefestigte Wege können Abstecher zu zahlreichen Sandstränden gemacht werden. Wenn die Kräfte nachlassen kann in der Fischkooperative bei Barisardo sehr gut (und günstig) mit Meerblick gegessen werden.
Es wird Zeit für eine Bergtour (57km; 840m). Also wurden Geiro, Orsini und Ulassow besucht. Die Dörfer wurden umgesiedelt, so dass die alten Dörfer teilweise verfallen, aber sehenswert sind. Sehenswert sind aber auch die vielen Wandbilder in einer grandiosen Berglandschaft.
Nächste Station war Castidas mit einer Radtour rund um Villasimius an der Costa Rei (48km; 600m). Es geht an der Küste entlang und von hier hat man einen guten Blick in die malerischen Buchten und den Steineichen und der Macchia am Wegesrand.
An der Küste geht es weiter in Richtung Arresi (35km; 200m). Sant Anna Arresi ist von einer flachen Landschaft geprägt, die bei unserer Tour sehr windig war. Belohnt wird die Anstrengung durch weiße Strände und Lagunen mit Flamingos. An den Lagunen sind die Wege unbefestigt, aber mit den Gravel Bikes gut zu bewältigen.
Auf der Küstenstraße der Costa Sud geht es entlang der Steilküste mit Bergauf- und Bergabfahrten (50km; 530m). Durch die erhöhte Sicht sind die zahlreichen Sarazenentürme gut zu sehen und teilweise können diese auch besucht werden.
Nicht fehlen darf bei einer Radtour auf Sardinien die Giro dell’ Isola di Sant‘ Antioco (50km; 380m). Die kleine Insel kann gut umrundet werden. Die Insel ist wie Sardinien in Kleinformat: Verschiedenartige Küstenabschnitte, geprägt durch Felsen und Sandstrände mit Wasser in verschiedenen Blautönen.
Auf dem Weg nach Tresnuraghes sollte Barumini besucht werden, denn hier kann eine gut erhaltene Festung der Nuraghen (Su Nuraxi) besucht werden. Tresnuraghes ist die Basis für zwei Radtouren. Die erste Tour führt uns nach Fusio, Padina und Montresta (65km; 1.000m). Diese Fahrt ins Landesinnere führt uns nach Fusio. Hier gibt es sehr viele Wandbilder, die das Leben auf Sardinien sehr eindrucksvoll widerspiegeln. Von Padria, einer schönen Kleinstadt, ging es wieder in die Berge nach Montresta. Am Wegesrand Mohnblumen, Ginster, Mittagsblumen und Korkeichen.
Am zweiten Tag fuhren wir nach Torre de Fughe, eine Empfehlung eines Locals (47km; 680m). Der Tipp war sehr gut! Es ging an der Küste entlang, auf menschenleeren Straßen zum Festungsturm, der einen wunderschönen Blick auf die Küste offenbarte. Die Wegstrecke ist häufig unbefestigt. Auf dem Rückweg sind wir noch einmal in Fusio gewesen, um die Wandbilder erneut zu bestaunen.
Die letzte, kurze Radtour ging zur Grotta della Madonna (27km; 350m).
Über die Costa Smeralda fuhren wir wieder nach Olbia und verließen die Insel.
Fazit:
- Italien und damit auch Sardinien ist DAS Land der Radfahrer. Die Straßen sind gut befahrbar und die Autofahrer sind rücksichtsvoll. Man kann also Land und Leute sehr gut studieren.
- Das mediterrane Essen mit Meeresfrüchten und auch Fleisch ist sehr gut und zum Abschluss einen Espresso. Gesucht und gefunden haben wir den Pecorino sardo, einem schmackhaften Schafskäse. Die regionale Küche ist einfach, bäuerlich geprägt, aber auch sehr schmackhaft. Gestärkt kann es auf die nächste Tour gehen.
- Sardinien bietet an jeder Ecke neue Eindrücke; sei es die abwechslungsreiche Natur oder die Dörfer mit den vielen Wandmalereien. Es gibt traumhafte Strände, Lagunen mit Flamingos und schöne Touren durch das hügelige Sardinien.
Streckenverlauf
Tagesetappen
Etappe Distanz (km) Höhe (m) Strecke
1 26 230 Torri di Bari
2 56 265 Arbatax
3 57 840 Bergdörfer
4 48 600 Villasimus
5 35 200 Porto Pino
6 50 530 Sant Anna
7 50 380 Sant ' Antioco
8 65 1.000 Tresnuraghes
9 47 680 Torre de Fughe
10 27 350 Grotta della Madonna
Kurzbeschreibung
Parameter Daten
Distanz (km) 510 km
Tagesetappen 11
Höhenmeter (m) 5.900 m
Einzeletappen
"Dies und Das"
- Bei der Planung einer Reise nach Sardinien sollte berücksichtigt werden, dass „ganzjährig geöffnet“ bedeutet, dass Campingplätze oder Hotels erst im Juni geöffnet werden. Die Saison geht dann bis Oktober.
- Die gut ausgebauten Hauptstraßen haben wir nicht häufig genutzt. Die Nebenstraßen sind kurvenreich und ebenfalls in einem guten Zustand. Hier kann man die grandiose Landschaft noch besser genießen.
- Sant Antico ist noch eine Empfehlung. Die Insel ist weitestgehend touristisch unberührt. Eine Inselrundfahrt ist wie Sardinien im Kleinformat.

































































































