Myanmar
"Geduld führt zum Erfolg, Eile zu vielen Fehlern." (aus Myanmar)
Man kann auch europäisch sagen: „Eile mit Weile“. Myanmar ist eine Welt für sich: Viele Pagoden und entschleunigte Menschen. Dies ist angenehm für eine interessante Radtour im November 2018, die durch weitestgehend ebenes Terrain verläuft.
Ankunft ist Yangon (Rangun), die Hauptstadt des Landes und hier kann auch sogleich die erste Pagode, die Shwedagon Pagode, besichtigt werden; vor allem auch der mächtige Stupa. Sehr eindrucksvoll. Nach einer kurzen Akklimatisierung geht es mit dem Flugzeug ins Landesinnere. Kalaw ist das Ziel und Ausgangspunkt der Radtour. Auf zum Teil unbefestigten Straßen geht es in Richtung Süden (75km; 1.215 Höhenmeter). Auf dem Shan-Plateau können kleine Dörfer und das Treiben der Bergbevölkerung beobachtet werden; auch weil der Verkehr sehr gering ist.
Dann geht es weiter südwärts zum Phekone-See und schließlich Loikaw (95km; 1.330m).
An der Ostseite des Phekone-Sees geht es weiter nach Nyaung Shwe zum Inle-See (75km; 1.700m). Hier können Pagoden, schwimmende Gärten und Fischer beobachtet werden. Auf der „Knoblauchstraße“ geht es nach Thale (33km; 400m).
Es folgt eine abwechslungsreiche Etappe an der Westseite des Inle-Sees in Richtung der Shan Hills (59km; 1.290m). Hier hat man noch einmal einen Panoramablick über die Landschaft am Inle-See.
Durch die Shan Hills geht es weiter zu den Höhlen von Pindaya, wo unzählige Buddha-Bilder bestaunt werden können, um schließlich in Ywar Ngan den wohl besten Kaffee Myanmars zu probieren (64km; 1.015m).
Auf leicht hügeligen Wegen und auch einigen Abfahrten geht es nach Mandalay (51km; 620m). In Mandalay können viele Pagoden, buddhistische Klöster und religiöses Kunsthandwerk besichtigt werden.
In weiteren Etappen werden zahlreiche Buddha-Statuen und Pagoden mit imposanten Stupas besichtigt; z.B. in Sagaing mit über 600 Stupas und Klöstern (27km; 210m). In Khatakan Tang kann der Laykyun Setkyar Buddha bestaunt werden; der weltgrößte Buddha.
Von Monywa pedalieren wir in das ländlich geprägte Pakokku, wobei eine Fähre über den Chindwin für eine willkommene Abwechslung sorgt (112km; 395m).
Der Irrawaddy wird über eine große Stahlträgerbrücke überquert und dann geht es nach Bagan (40km; 200m). Hier können unzählige und eindrucksvolle monumentale Tempel besichtigt werden; auch per Ballonfahrt.
Von Bagan geht es nach Mount Popa, einem erloschenen Vulkan in einem Nationalpark (38km; 165m). Auch hier gibt es einen fantastischen Ausblick auf die Landschaft.
Auf der letzten Etappe geht es zurück nach Bagan, wobei in Kyauk Padaung Station gemacht wird, auch um noch einmal einen Markt zu besuchen (31km; 200m).
Fazit:
- Myanmar ist buddhistisch geprägt, also eine Erfahrungsrelegion. Ziel ist die Entwicklung des eigenen Geistes. Dies kann man auf einer entschleunigenden Radreise gut versuchen. Es können, so ganz nebenbei unzählige und sehr verschiedene Tempel besichtigen. Nicht umsonst wird Myanmar „das Land der 1000 Pagoden“ genannt. Eine Untertreibung, denn es gibt über 2000 Pagoden.
- Die Bevölkerung ist zurückhaltend und freundlich. Häufig wird „indirekt kommuniziert“, d.h. die Menschen sind freundlich und höflich. Entsprechend sollte der gegenseitige Umgang respektvoll sein.
- Sie Etappen werden primär auf unbefestigten Wegen absolviert. Der Verkehr ist gerade auf den Nebenstraßen sehr übersichtlich. Hunde liegen friedlich auf den Straßen und tragen zum entschleunigten Verkehr bei.
Streckenverlauf
Tagesetappen
Etappe Distanz (km) Höhe (m) Dauer (h:m) Strecke
1 17 165 1:06 Yangon
2 75 1.215 4:30 Kalow
3 95 1.325 5:05 Loikaw
4 75 1.700 5:30 Inle-See
5 33 405 2:05 Thale
6 59 1.290 5:30 Shan Hills
7 64 1.015 4:40 Ywar Nghan
8 51 620 3:30 Mandalay
9 27 210 2:00 Sagaing
10 112 395 5:30 Pakokku
11 38 165 3:00 Mount Popo
12 32 200 1:45 Bagan
Kurzbeschreibung
Parameter Daten
Distanz (km) 678 km
Tagesetappen 12
Höhenmeter (m) 8.665 m
"Dies und Das"
- Wenn die religiösen Stätten besucht werden, sehr empfehlenswert, sollte das Verhalten und die Kleidung den lokalen Empfindsamkeiten angepasst werden. Ansonsten wird man nachdrücklich auf die Regeln aufmerksam gemacht.
- Der „Winter“ (November bis Februar) bietet sich als Reisezeit an, denn es ist angenehm warm und es regnet nicht so häufig. In Zentralmaynmar kann es aber auch kühler werden.
- Die lokale Küche sollte ausgiebig probiert werden, ist aber häufig scharf gewürzt. Dies liegt am Einfluss aus Thailand und China. In einfachen Restaurants oder an Straßenständen werden die Speisen häufig ohne Besteck gegessen. Obst sollte nur gut abgewaschen gegessen werden.

Rangun (Yangon) mit Shwedagon Pagode
Markttag in Kalaw
Auf unbefestigter Straße nach Süden
Phekone-See
Inle-See
Inle-See
Auf dem Weg nach Pindaya
Auf dem Weg nach Sagaing
Auf dem Weg nach Bagan
Auf dem Weg nach Bagan
Bagan
















































































































